Forschung und Entwicklung


Im Jahr 2009 konzentrierten sich unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten vor allem auf innovative Fahrzeug- und Mobilitätskonzepte, die Erweiterung der Produktpalette sowie die Reduktion der Verbrauchs- und Emissionswerte. Aktuell bietet der Volkswagen Konzern 176 Modelle an, deren CO2-Emission unter 140 g/km liegt; 60 Modelle emittieren weniger als 120 g/km. Mit sechs Modellen unterschreiten wir bereits heute die Schwelle von 100 g/km.

Innovative Produkte begeistern unsere Kunden

Der 2008 eingeführte integrative Gesamtprozess des Innovationsmanagements, der die Geschäftsbereiche Forschung, Entwicklung, Beschaffung, Produktion, Vertrieb und Komponente umfasst, wurde im Geschäftsjahr 2009 kontinuierlich und nachhaltig weiterentwickelt. Dadurch können Innovationen noch stärker an Kundenwünschen orientiert vorangetrieben werden. Das besonders gute Abschneiden als Benchmark in der Dimension Innovation Management beim Dow Jones Sustainability Index belegt die hohe Wirkung dieses Prozesses.

Nachfolgend stellen wir die wichtigsten Innovationen vor – Modelle und Systeme – die im abgelaufenen Geschäftsjahr neu in den Markt eingeführt wurden.

Die Marke Volkswagen Pkw hat 2009 ihre sparsamen BlueMotion-Modelle sowie weitere innovative und nachhaltige Technologien unter der neuen Dachmarke BlueMotionTechnologies vereint und damit die Kundenwahrnehmung dieser sparsamen Modellreihe gestärkt. Die Dachmarke umfasst alle serienreifen und -nahen Technologien und Produkte, die zur Kraftstoffeinsparung und somit zur Reduzierung von CO2- und Schadstoffemissionen beitragen. Mit der Präsentation des neuen Polo setzte die Marke die Demokratisierung von Innovationen im unteren Fahrzeugsegment fort. Beispielsweise ist das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) erstmals in dieser Klasse erhältlich. Die BlueMotion-Version des Modells verfügt über das innovative Start-Stopp-System mit Bremsenergie-Rückgewinnung und über Reifen mit optimiertem Rollwiderstand. Sie tragen dazu bei, dass der Polo BlueMotion* mit einer CO2-Emission von 87 g/km (kombiniert) neue Maßstäbe in seinem Segment setzt. Eine wichtige Innovation der vergangenen Jahre, der Parklenkassistent, wurde 2009 wesentlich weiterentwickelt. Durch den mehrzügigen Parkvorgang hilft das neue Assistenzsystem dabei, in noch kleinere Lücken komfortabel einzuparken. Das überarbeitete Technologie-Highlight hatte im neuen Golf Plus seinen ersten Einsatz und wertet nun auch weitere Modelle auf.

CO2-EMISSIONEN – STATUS QUO
Anzahl Fahrzeuge
CO2-Emissionen – Status quo (Balkendiagramm)

Die Marke Audi führte 2009 die Start-Stopp-Funktion bei ihren Fahrzeugen ein. Sobald das Auto zum Stillstand gekommen ist, der Schalthebel auf Leerlauf steht und der Fahrer vom Kupplungspedal geht, stellt das System den Motor ab. Wird die Kupplung getreten, startet der Motor wieder. Dies geschieht extrem leise, komfortabel und schnell. Das Start-Stopp-System senkt den Kraftstoffverbrauch um etwa 0,2 l/100 km – das entspricht rund 5 g CO2/km. Da circa 30 % des Kraftstoffverbrauchs von der individuellen Fahrweise abhängen, hat Audi mit dem Effizienzprogramm im Bordcomputer eine weitere Technologie eingeführt, die dabei hilft, Verbrauch und Emissionen zu senken. Es zeigt im Display alle verbrauchsrelevanten Daten an und gibt dem Fahrer Empfehlungen für effizientes Fahren, beispielsweise für den optimalen Schaltzeitpunkt.

Volkswagen Nutzfahrzeuge hat mit dem Amarok den ersten Pick-up eines deutschen Volumenherstellers präsentiert. Dank sparsamer Common-Rail-Motoren mit Biturbo-Technik der neuesten Generation weist der robuste Amarok geringe Verbrauchs- und Emissionswerte auf. Er zeichnet sich zusätzlich durch Komfort, exzellente Ergonomie und hohe Funktionalität aus. Mit der jüngsten Generation des Multivan/Transporters hielten Innovationen wie das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG), der Spurwechselassistent Side Assist und die Reifenkontrollanzeige erstmals Einzug in die Transporterklasse. Die Motorenpalette der sparsamen Vierzylinder-Dieselmotoren mit Common-Rail-Einspritzung und Biturbo-Technik folgt konsequent dem Downsizing-Ansatz und sorgt ökonomisch wie ökologisch für Bestwerte und damit auch für hohen Kundennutzen.

Mit dem innovativen Fahrer Eco-Modul hat Scania 2009 ein System präsentiert, das kontinuierlich Daten von verschiedenen Sensoren im Fahrzeug analysiert und damit den Fahrstil des Fahrers erkennt. Dieser bekommt über ein Display in Echtzeit hilfreiche Tipps zu einer ökonomisch und ökologisch optimierten Fahrweise. Scania startete 2009 in Stockholm außerdem einen groß angelegten Probeeinsatz mit sechs Ethanol-Hybridbussen und leistete damit in der schwedischen Hauptstadt einen Beitrag zur Entlastung der Umwelt. Die Hybridtechnologie macht es möglich, den Kraftstoffverbrauch der Stadtbusse um 25 % zu senken. Die CO2-Emissionen bei Ethanolmotoren sinken im Vergleich zu Dieselmotoren um bis zu 90 %.

*Verbrauchs- und Emissionsangaben finden Sie hier.

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