Von der Piste in die Serie


„Ein einmaliges Erlebnis“

Dr. Ulrich Hackenberg, Volkswagen Technikvorstand (Foto)

WIE EMOTION UND NÜCHTERNE NUTZENANALYSE IM MOTORSPORT ZUSAMMENPASSEN, ERKLÄRT DR. ULRICH HACKENBERG, VOLKSWAGEN TECHNIKVORSTAND

Herr Dr. Hackenberg, Sie fahren selbst Rennen. Was fasziniert Sie daran?
Im Motorsport kommen die Faszination der Geschwindigkeit und das Beherrschen der Technik zusammen. Dass ich mich beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring selbst hinters Lenkrad setze, ist für mich Ausdruck der Identifikation mit dem Team und der Volkswagen Technologie. Die Grenzen der Technik in einem solchen anspruchsvollen Wettbewerb zu erleben, ist ein einmaliges Erlebnis.

Wie profitieren Automarken vom Motorsport?
Wenn wir im harten Wettbewerb des Motorsports bestehen, demonstrieren wir damit die Leistungsfähigkeit unserer Autos. Siege kann man nicht kaufen, deshalb ist diese Werbung besonders glaubhaft.

Volkswagen hat 2009 als erster Hersteller die Rallye Dakar mit einem Dieselmotor gewonnen. Ein besonderer Moment für Sie?
Der Jubel war riesig, das Rennteam und die Volkswagen Entwicklung haben ganze Arbeit geleistet. Denn die härteste Ausdauerrallye der Welt gewinnt nur, wer schnell und zuverlässig fährt. Bei dem Rennen haben wir mit unserem Dreifachsieg 2010 ein zweites Mal einem weltweiten Milliardenpublikum unser Diesel-Know-how vorgeführt.

Wie bringen Rennerfolge die Technik von Serienautos voran?
Der Quattro-Antrieb von Audi hat den Rallyesport revolutioniert und ist aus starken Serienautos nicht mehr wegzudenken. Und auch die Benzin-Direkteinspritzung – ursprünglich 2001 erstmals von Audi im Rennsport erprobt – treibt heute Millionen von Serienfahrzeugen an. Die Doppelaufladung der Dakar-Motoren findet mit dem Vierzylinder-TDI-Motor im Amarok und im T5 nun ebenfalls den Weg in unsere Serienfahrzeuge.

Der Techniktransfer dürfte noch größer sein, wenn die Rennwagen näher an der Serientechnik sind.
Das ist richtig. Der Scirocco GT24 hat auf der Nordschleife bewiesen, dass sich ein Auto mit Vorderradantrieb sehr sportlich bewegen lässt. Auch der neue Cup-Scirocco weist nur minimale Abweichungen zum sportlichen „R“-Modell der Serie auf.

WEITERE INFORMATIONEN
www.volkswagen-motorsport.com
www.volkswagen-group-motorsport.info

Vom Motorsport lernen

Härteste Rennstrecken, spektakuläre Tourenwagen: Motorsport ist das ultimative Testgebiet für die technische Weiterentwicklung von Serienautos

Skoda Fabia Super 2000 – Die Motorsportabteilung ist innerhalb der technischen Entwicklung bei Škoda angesiedelt. Synergien zwischen Renn- und Serienautos sind deshalb einfach zu nutzen. (Foto)

ŠKODA FABIA SUPER 2000
Die Motorsportabteilung ist innerhalb der technischen Entwicklung bei Škoda angesiedelt. Synergien zwischen Renn- und Serienautos sind deshalb einfach
zu nutzen.

Volkswagen Jetta TDI Cup – Im ersten Dieselmarkenpokal der USA fährt Volkswagen mit schwefelarmem CleanDiesel. Die neue Technik ist auf Anhieb unter Wettbewerbsbedingungen beherrschbar. (Foto)

VOLKSWAGEN JETTA TDI CUP
Im ersten Dieselmarkenpokal der USA fährt Volkswagen mit schwefelarmem CleanDiesel. Die neue Technik ist auf Anhieb unter Wettbewerbsbedingungen beherrschbar.

Volkswagen Scirocco GT24-CNG – Der Erdgasrenner läuft mit einer speziellen Gemischaufbereitung, um die optimale Balance zwischen Abgastemperatur und Ausschöpfen des Turbo-Potenzials zu erproben. (Foto)

VOLKSWAGEN SCIROCCO GT24-CNG
Der Erdgasrenner läuft mit einer speziellen Gemischaufbereitung, um die optimale Balance zwischen Abgastemperatur und Ausschöpfen des Turbopotenzials zu erproben.

Volkswagen Race Touareg – Das Dakar-Siegerfahrzeug wird von einem 2,5 Liter-TDI-Motor angetrieben, der über Doppelturboaufladung verfügt. Die gleiche Technik kommt beim neuen Volkswagen Amarok zum Einsatz, der während der letzten Rallye Dakar der Weltöffentlichkeit präsentiert wurde. (Foto)

VOLKSWAGEN RACE TOUAREG
Das Dakar-Siegerfahrzeug wird von einem 2,5 Liter-TDI-Motor angetrieben, der über Doppelturboaufladung verfügt. Die gleiche Technik kommt beim neuen Volkswagen Amarok zum Einsatz, der während der letzten Rallye Dakar der Weltöffentlichkeit präsentiert wurde.

Audi A4 DTM – Der Audi A4 DTM unterbricht beim Beschleunigen den Ladevorgang der Lichtmaschine zugunsten der Antriebsleistung. In der Serie kann diese Technik den Spritverbrauch senken. (Foto)

AUDI A4 DTM
Der Audi A4 DTM unterbricht beim Beschleunigen den Ladevorgang der Lichtmaschine zugunsten der Antriebsleistung. In der Serie kann diese Technik den Spritverbrauch senken.

SEAT WTCC – Der erneute Tourenwagensieger Seat Leon TDI basiert auf dem Seriendiesel. Motorblock und Zylinderkopf sind unverändert und demonstrieren ihre Haltbarkeit im extremen Rennbetrieb. (Foto)

SEAT WTCC
Der erneute Tourenwagensieger Seat Leon TDI basiert auf dem Seriendiesel. Motorblock und Zylinderkopf sind unverändert und demonstrieren ihre Haltbarkeit im extremen Rennbetrieb.

Audi R8 LMS – Mit der GT3-Rennversion des R8 hat Audi Sport erstmals einen Rennsportwagen gezielt für den Einsatz im Kundensport entwickelt. Im Ausdauertest: seriennahe V10-FSI-Motoren. (Foto)

AUDI R8 LMS
Mit der GT3-Rennversion des R8 hat Audi Sport erstmals einen Rennsportwagen gezielt für den Einsatz im Kundensport entwickelt. Im Ausdauertest: seriennahe V10-FSI-Motoren.

Audi R15 TDI – In Le Mans testet Audi neue Dieselpartikelfilter und Scheinwerfer mit LED-Abblendlicht, die künftig in Serienmodellen eingesetzt werden sollen. (Foto)

AUDI R15 TDI
In Le Mans testet Audi neue Dieselpartikelfilter und Scheinwerfer mit LED-Abblendlicht, die künftig in Serienmodellen eingesetzt werden sollen.

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