Luxus braucht Verantwortung


Bei Lamborghini geht es um PS und Drehmoment, um Höchstgeschwindigkeit und Beschleunigung. Wie könnte es auch anders sein bei einem Hersteller von Supersportwagen, der einen kraftstrotzenden Stier im Logo trägt. Aber bei Lamborghini geht es ebenso um Sparsamkeit und Effizienz, um den Schutz von Umwelt und Klima. Denn Luxus und Verantwortung gehören zusammen.

Bei Lamborghini geht es um PS und Drehmoment, um Höchstgeschwindigkeit und Beschleunigung. Aber es geht ebenso um Sparsamkeit und Effizienz, um den Schutz von Umwelt und Klima. (Foto)

Es ist ein sonniger Herbsttag in Sant’Agata in der Nähe von Bologna, als Francesco Scida und Gian Luca Ciani auf das Dach der Produktionshalle von Lamborghini steigen. Die beiden Ingenieure wollen noch einmal einen prüfenden Blick auf die Module der Fotovoltaikanlage werfen, die in wenigen Wochen zum ersten Mal Sonnenstrom ins öffentliche Netz einspeisen wird. Francesco Scida blickt zum blauen Himmel – und lächelt. „Wir haben alles zigmal durchgerechnet: Bei durchschnittlich 2.000 Sonnenstunden im Jahr in der Region Bologna wird unsere Anlage etwa 1.582 Megawattstunden regenerative Energie jährlich erzeugen. Da würden selbst ein paar trübe Tage kaum ins Gewicht fallen.“

SAUBERER STROM AUS SONNENENERGIE

Eindeutig ist deshalb auch die Ökobilanz der Anlage, die mit einer Fläche von 17.000 Quadratmetern eine der größten Fotovoltaikinstallationen Italiens ist: Lamborghini ersetzt damit rund ein Fünftel seiner konventionell erzeugten Elektrizität durch Strom aus sauberer Sonnenenergie und emittiert deshalb von 2010 an rund 20 Prozent weniger CO2 pro Jahr. „Fotovoltaik hat eine vielversprechende Zukunft“, ist Projektleiter Ciani überzeugt, der bald wohl die nächste Solarstromanlage dieser Art betreuen wird: 2011 könnten die Dächer zweier großer Werksparkplätze ebenfalls mit Solarmodulen bestückt werden und den CO2-Ausstoß um noch einmal etwa neun Prozent reduzieren.

„Unsere Anlage wird jährlich etwa 1.582 Megawattstunden regenerative Energie erzeugen.“ Francesco Scida, Ingenieur Lamborghini (Zitat)

„Die Fotovoltaikanlage war zweifellos ein Meilenstein für uns, aber noch längst nicht unser letztes Umweltprojekt“, sagt Lamborghini Umweltexperte Massimo Scarpenti. Bereits im vorigen Jahr hatte der Autobauer Energiesparmaßnahmen wie die Wärmedämmung von Produktionshallen, Warmluft-Umwälzanlagen und neue, intelligente Heizungs-, Kühl- und Beleuchtungssysteme umgesetzt, durch die sich die CO2-Emissionen um zehn Prozent vermindern. Außerdem ist geplant, im nächsten Jahr rund eine Million € in ein sogenanntes Trigeneration-Kraftwerk zu investieren. Diese Kraft-Wärme-Kälte-Kopplungsanlage wartet mit extrem hohen Wirkungsgraden auf: Durch die Verbrennung von Erdgas produziert das Kraftwerk Strom für den Verbrauch vor Ort; gleichzeitig wird die Abwärme genutzt, um warmes Wasser oder Dampf für die Heizung herzustellen oder – mit Hilfe einer Absorptionskältemaschine – kaltes Wasser für die Kühlung von Fabrik- und Verwaltungsgebäuden. „Diese Anlage stellt den State of the Art der Umwelttechnik dar. Mit ihr können wir unsere CO2-Emissionen noch einmal um zehn Prozent drücken“, erklärt Scarpenti stolz.

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