41 Angaben über die Beziehungen zu nahe stehenden Personen und Unternehmen nach IAS 24


Als nahe stehende Personen oder Unternehmen im Sinne des IAS 24 gelten natürliche Personen und Unternehmen, die von der Volkswagen AG beeinflusst werden können, die einen Einfluss auf die Volkswagen AG ausüben können oder die unter dem Einfluss einer anderen nahe stehenden Partei der Volkswagen AG stehen.

Zu Beginn des Geschäftsjahres 2009 hat der Anteilsbesitz der Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart, an den Stammaktien der Volkswagen AG die 50 %-Schwelle überschritten. Die Porsche Automobil Holding SE hielt ab diesem Zeitpunkt mit 50,76 % die Mehrheit der Stimmrechte.

Auf der Außerordentlichen Hauptversammlung der Volkswagen AG am 3. Dezember 2009 wurde die Schaffung von Entsendungsrechten für das Land Niedersachsen beschlossen. Damit kann die Porsche Automobil Holding SE nicht mehr die Mehrheit der Mitglieder im Aufsichtsrat der Volkswagen AG bestellen, solange dem Land Niedersachsen mindestens 15 % der Stammaktien gehören. Die Eintragung der Beschlüsse steht zum Bilanzstichtag noch aus. Die Porsche Automobil Holding SE hat aber weiterhin die Möglichkeit an den unternehmenspolitischen Entscheidungen des Volkswagen Konzerns mitzuwirken. Zuvor hatte der Aufsichtsrat von Volkswagen der Grundlagenvereinbarung zwischen der Volkswagen AG, der Porsche Automobil Holding SE, der Porsche Holding Gesellschaft m.b.H. und Porsche GmbH, beide Salzburg, der Porsche Zwischenholding GmbH, Stuttgart, den Stammaktionären der Porsche Automobil Holding SE sowie den Arbeitnehmervertretungen der Volkswagen AG, der Porsche Automobil Holding SE und Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Stuttgart, zur Schaffung eines integrierten Automobilkonzerns unter Führung von Volkswagen zugestimmt.

Im Zuge der Umsetzung der Verträge hat sich Volkswagen am 7. Dezember 2009 mit 49,9 % an der Porsche Zwischenholding GmbH, der 100%-igen Muttergesellschaft der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, beteiligt. Die Volkswagen AG teilt sich mit der Porsche Automobil Holding SE auf Basis gesellschaftsrechtlicher Vereinbarungen die Führung der Porsche Zwischenholding GmbH. Die Porsche Automobil Holding SE stellt die Volkswagen AG sowie die Porsche Zwischenholding GmbH von Verpflichtungen aus bestimmten, vor Unterzeichnung des im Rahmen der Durchführung der Grundlagenvereinbarung geschlossenen Vertrages zwischen der Porsche Automobil Holding SE und der Volkswagen AG über die Investition der Volkswagen AG in die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, entstandenen Rechtsstreitigkeiten, aus Steuerforderungen und für bestimmte Großschäden frei. Außerdem hat die Porsche Automobil Holding SE der Volkswagen AG verschiedene Garantien bezüglich der Porsche Zwischenholding GmbH und der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG gewährt. Demgegenüber hat die Volkswagen AG die Porsche Automobil Holding SE von Ansprüchen des Einlagensicherungsfonds im Innenverhältnis freigestellt, nachdem die Porsche Automobil Holding SE im August 2009 eine vom Bundesverband Deutscher Banken geforderte Freistellungserklärung gegenüber dem Einlagensicherungsfonds abgegeben hatte. Die Volkswagen AG hat sich verpflichtet, den Einlagensicherungsfonds von etwaigen Verlusten freizustellen, die durch dessen Maßnahmen zugunsten eines im Mehrheitsbesitz stehenden Kreditinstituts anfallen.

Die Volkswagen AG und die Porsche Automobil Holding SE haben außerdem für den Fall, dass es nicht zu der nach der Grundlagenvereinbarung angestrebten Verschmelzung der Porsche Automobil Holding SE auf die Volkswagen AG kommt, gegenseitig ausübbare Call- und Put-Optionen hinsichtlich der verbleibenden Beteiligung an der Porsche Zwischenholding GmbH vereinbart. Die Put-Option ist vom 15. November 2012 bis einschließlich 14. Januar 2013 sowie nochmals vom 1. Dezember 2014 bis einschließlich 31. Januar 2015 ausübbar; die Call-Option kann vom 1. März 2013 bis einschließlich 30. April 2013 sowie nochmals vom 1. August 2014 bis einschließlich 30. September 2014 gezogen werden.

Volkswagen hat des Weiteren der Porsche Holding Gesellschaft m. b. H., einer Gesellschaft im Besitz der Familien Porsche und Piëch, eine Put-Option in Bezug auf das operative Vertriebsgeschäft der Gesellschaft eingeräumt. Volkswagen wurden im Gegenzug Rechte zur Mitwirkung an der Führung der Gesellschaft während der Laufzeit der Option zugestanden.

Alle Geschäfte mit der Porsche Automobil Holding SE, der Porsche Zwischenholding GmbH und der Porsche Holding Gesellschaft m. b. H. sowie allen mit diesen verbundenen Unternehmen werden zu Bedingungen ausgeführt, wie sie auch mit fremden Dritten üblich sind.

Das Land Niedersachsen und die Hannoversche Beteiligungsgesellschaft mbH, Hannover, verfügen gemäß Mitteilung vom 15. Januar 2010 am 31. Dezember 2009 über 20,01 % der Stimmrechte an der Volkswagen AG. Darüber hinaus wurden – wie oben dargestellt – von der Hauptversammlung der Volkswagen AG am 3. Dezember 2009 beschlossen, dass das Land Niedersachsen zwei Mitglieder des Aufsichtsrates bestellen darf (Entsendungsrecht). Rechtsgeschäfte mit privatrechtlichen Unternehmen des Landes Niedersachsen werden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt.

Alle Geschäftsbeziehungen mit nicht konsolidierten Tochtergesellschaften, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen und sonstigen nahe stehenden Unternehmen werden zu Bedingungen ausgeführt, wie sie auch mit fremden Dritten üblich sind.

Mitglieder des Vorstands beziehungsweise des Aufsichtsrats der Volkswagen AG sind Mitglieder in Aufsichtsräten beziehungsweise Vorständen von anderen Unternehmen oder sind Gesellschafter anderer Unternehmen, mit denen die Volkswagen AG im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Beziehungen unterhält. Alle Geschäfte mit diesen Unternehmen werden zu Bedingungen ausgeführt, wie sie auch mit fremden Dritten üblich sind.

Die folgenden Tabellen zeigen das Lieferungs- und Leistungsvolumen sowie ausstehende Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen vollkonsolidierten Gesellschaften des Volkswagen Konzerns und nahe stehenden Gesellschaften (nicht konsolidierte Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierte Unternehmen, der Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart, der Porsche Zwischenholding GmbH, Stuttgart, der Porsche Holding Gesellschaft m.b.H., Salzburg/Österreich und deren verbundenen Unternehmen sowie weitere nahe stehende Personen und Gesellschaften).

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NAHE STEHENDE UNTERNEHMEN UND PERSONEN

 

 

 

 

Erbrachte Lieferungen
und Leistungen

 

Empfangene Lieferungen
und Leistungen

Mio. €

 

2009

 

2008

 

2009

 

2008

1

Ab dem 7. Dezember 2009 einschließlich der Porsche Zwischenholding GmbH, Stuttgart, und deren Tochterunternehmen.

2

Beinhaltet insbesondere die Porsche Holding Gesellschaft m. b. H., Salzburg/Österreich, und deren Tochterunternehmen sowie bis 6. Dezember 2009 die Porsche Zwischenholding GmbH, Stuttgart, und deren Tochterunternehmen.

Porsche Automobil Holding SE

 

0

 

 

392

 

Aufsichtsräte

 

0

 

0

 

0

 

0

Vorstandsmitglieder

 

0

 

0

 

0

 

1

Nicht konsolidierte Tochtergesellschaften

 

1.744

 

1.583

 

828

 

739

Gemeinschaftsunternehmen¹

 

3.612

 

3.213

 

464

 

492

Assoziierte Unternehmen

 

1.368

 

30

 

191

 

201

Versorgungspläne

 

1

 

0

 

1

 

3

Sonstige nahe stehende Personen oder Unternehmen

 

1

 

6

 

31

 

41

Porsche²

 

4.165

 

6.317

 

250

 

389

Land Niedersachsen und Mehrheitsbeteiligungen

 

11

 

6

 

0

 

1

  Download

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Forderungen an

 

Verbindlichkeiten  gegenüber

Mio. €

 

31.12.2009

 

31.12.2008

 

31.12.2009

 

31.12.2008

Porsche Automobil Holding SE

 

 

 

 

Aufsichtsräte

 

0

 

0

 

5

 

5

Vorstandsmitglieder

 

0

 

0

 

14

 

14

Nicht konsolidierte Tochtergesellschaften

 

653

 

324

 

303

 

339

Gemeinschaftsunternehmen

 

2.395

 

3.843

 

309

 

46

Assoziierte Unternehmen

 

24

 

33

 

16

 

14

Versorgungspläne

 

1

 

0

 

0

 

0

Sonstige nahe stehende Personen oder Unternehmen

 

0

 

0

 

2

 

1

Porsche

 

155

 

185

 

10

 

10

Land Niedersachsen und Mehrheitsbeteiligungen

 

1

 

0

 

0

 

Für die Beteiligung an der Porsche Zwischenholding GmbH hat die Volkswagen AG eine Bareinlage in Höhe von 3,9 Mrd. € vorgenommen.

Porsche wurden Finanzierungen von 0,7 Mrd. € zu marktüblichen Konditionen und Sicherheiten gewährt, von denen am Bilanzstichtag noch 0,2 Mrd. € aus Factoring offen waren.

Die Porsche Corporate Finance GmbH Zurich branch, Salzburg, Österreich, hat im Geschäftsjahr 2009 drei Commercial Papers der Volkswagen International Finance N.V., Amsterdam, Niederlande, mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 0,1 Mrd. € gezeichnet, die von der Volkswagen AG garantiert werden.

An Gemeinschaftsunternehmen gewährte Darlehen wurden in Höhe von 1,8 Mrd. € zurückgeführt.

Vorstand und Aufsichtsrat des Volkswagen Konzerns sind nahe stehende Personen im Sinne des IAS 24. Für diesen Personenkreis sind folgende Leistungen und Vergütungen erfasst worden:

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2009

 

2008

Kurzfristig fällige Leistungen

 

22.588.862

 

22.508.592

Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

 

3.025.899

 

3.237.434

Aktienbasierte Vergütungen

 

 

39.000

 

 

25.614.761

 

25.785.026

Zum Geschäftsjahresende bestanden ausstehende Salden für die Tantieme der Vorstandsmitglieder in Höhe von 13.100.000 € (Vorjahr: 12.500.000 €). Die Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses betreffen Zuführungen zu Pensionsrückstellungen für aktive Vorstandsmitglieder. Die genannten Aufwendungen entsprechen nicht der Definition von Vergütungen für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder nach dem Corporate Governance Kodex.

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