Compliance


In Übereinstimmung mit den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex sorgt der Vorstand für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Richtlinien und wirkt auf deren konzernweite Beachtung hin. Der Volkswagen Konzern fühlt sich seit jeher nicht nur an gesetzliche und interne Bestimmungen gebunden. Auch freiwillig eingegangene Verpflichtungen und ethische Grundsätze sind integraler Bestandteil unserer Unternehmenskultur und zugleich die Richtschnur, an der sich Entscheidungen ausrichten. Der Group Chief Compliance Officer berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden. Seine Aufgabe besteht darin, den Vorstand in allen Fragen der Compliance zu beraten, präventive Maßnahmen einzuführen, sie zu steuern, zu überwachen und auf Regeleinhaltung hinzuwirken.

Grundlage für unsere Compliance-Aktivitäten ist die konzernweite Compliance-Strategie, die einen präventiven Ansatz verfolgt. Das zentrale Compliance-Office baut derzeit eine konzernweite Compliance-Organisation auf. Die in den Konzernstellen bereits vorhandene Compliance-Expertise wird schon heute in einem Compliance-Kernteam gebündelt. Ein weltweites Netz von Compliance-Officers und -Beauftragten wird schrittweise etabliert, um die anderen Konzerngesellschaften, Standorte und Geschäftseinheiten bei der Förderung und Sicherstellung der Compliance zu unterstützen. Das Top-Management weltweit wurde im Jahr 2009 über die Einführung der Compliance-Organisation informiert, für das Thema sensibilisiert und zur Mitwirkung aufgerufen. Im Rahmen von Compliance-Programmen werden jährlich relevante und aktuelle Themen konzernintern auf allen Ebenen diskutiert. Im Jahr 2009 bildeten Maßnahmen zur Korruptionsbekämpfung einen Themenschwerpunkt.

Seit Januar 2006 besteht bei der Volkswagen AG ein weltweites Antikorruptionssystem mit unabhängigen Rechtsanwälten als Ombudsmännern und einem internen Antikorruptionsbeauftragten. Sie alle sind zusätzliche Anlaufstellen für Hinweisgeber zu Korruptionsverdachtsfällen im Konzern. Im Jahr 2009 haben die Ombudsmänner unter Wahrung der Vertraulichkeit für die Hinweisgeber 30 Hinweise an den internen Antikorruptionsbeauftragten der Volkswagen AG weitergeleitet. Allen Hinweisen wird nachgegangen.

Um Interessenkonflikte und Korruption zu vermeiden und ihnen vorzubeugen, setzt Volkswagen ein Online-Lernprogramm zur gezielten Aufklärung der Beschäftigten ein. Das Programm richtete sich im ersten Schritt an die Mitglieder der oberen Managementkreise der Volkswagen AG. Sie waren verpflichtet, das Programm bis zum Jahresende 2009 erfolgreich zu durchlaufen. Die Teilnahme wird in Zukunft auf weitere Mitarbeitergruppen der Volkswagen AG sowie auf weitere Konzerngesellschaften ausgedehnt.

Um unsere globale und lokale Verantwortung noch konsequenter wahrzunehmen, haben wir im Jahr 2009 konzernweit gültige Verhaltensgrundsätze (Code of Conduct) erarbeitet, die ab dem Jahr 2010 stufenweise im gesamten Konzern etabliert werden sollen. Sie werden den Mitarbeitern als Richtschnur dienen, indem sie die wesentlichen Grundprinzipien unseres Handelns zusammenfassen und die Mitarbeiter bei der Bewältigung der rechtlichen und ethischen Herausforderungen während der täglichen Arbeit unterstützen.

Als erstes Unternehmen hat der Volkswagen Konzern im Berichtsjahr außerdem eine weltweit gültige „Charta der Arbeitsbeziehungen“ verabschiedet. Sie setzt für den gesamten Konzern verbindliche Mindeststandards für die Beteiligung der Arbeitnehmervertretungen auf betrieblicher Ebene durch Unterrichtungs-, Konsultations- und Mitbestimmungsrechte.

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