Bezüge des Vorstands


Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands entspricht den gesetzlichen Vorgaben des Aktiengesetzes sowie weitestgehend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Insbesondere ist die Vergütungsstruktur gemäß des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG; § 87 Abs. 1 AktG) auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Die neuen Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009 in Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 2 und 3 (Vergleichsparameter bei variabler Vergütung) werden umgesetzt.

Die Bezüge des Vorstands setzen sich aus fixen und variablen Bestandteilen zusammen. Durch die fixen Bestandteile ist einerseits eine Grundvergütung gewährleistet, die es dem einzelnen Vorstandsmitglied gestattet, seine Amtsführung an den wohlverstandenen Interessen des Unternehmens und den Pflichten eines ordentlichen Kaufmanns auszurichten, ohne dabei in Abhängigkeit von lediglich kurzfristigen Erfolgszielen zu geraten. Demgegenüber stellen variable Bestandteile, die unter anderem vom wirtschaftlichen Ergebnis des Unternehmens abhängen, eine langfristige Wirkung der Verhaltensanreize sicher.

Im Geschäftsjahr 2009 erhielten die Mitglieder des Vorstands eine fixe Vergütung von insgesamt 5.623.917 (Vorjahr: 5.346.622) €. Die fixen Bezüge enthalten in unterschiedlichem Umfang auch die Vergütung für die Übernahme von Mandaten bei Konzerngesellschaften sowie Sachzuwendungen, insbesondere die Überlassung von Dienstwagen und die Gewährung von Versicherungsschutz. Auf die Sachzuwendungen entfallende Steuern wurden im Wesentlichen von der Volkswagen AG getragen.

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VORSTANDSVERGÜTUNGEN

 

 

Fix

 

Variabel

 

Gesamt

 

Gesamt

 

 

 

 

 

2009

 

2008

Martin Winterkorn

 

1.700.317

 

4.900.000

 

6.600.317

 

12.712.372

Francisco Javier Garcia Sanz

 

1.090.031

 

1.900.000

 

2.990.031

 

9.506.989

Jochem Heizmann

 

930.670

 

1.900.000

 

2.830.670

 

6.870.196

Horst Neumann

 

952.614

 

1.900.000

 

2.852.614

 

6.772.474

Hans Dieter Pötsch

 

950.285

 

2.500.000

 

3.450.285

 

9.520.341

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

5.623.917

 

13.100.000

 

18.723.917

 

45.382.372

Die variable Vergütung setzt sich zusammen aus einem Bonus, der sich auf die Geschäftsentwicklung der jeweils vorangegangenen zwei Jahre bezieht, sowie ab 2010 aus einem Long Term Incentive (LTI), dem eine Betrachtung der jeweils vier vorangegangenen Geschäftsjahre zugrunde liegt. Die Höhe des Bonus orientiert sich im Wesentlichen an den erzielten Ergebnissen und der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens.

Da alle Mitglieder des Vorstands Ende 2008 die ihnen im Rahmen des Aktienoptionsplans gewährten Wandlungsrechte ausgeübt haben, wurde das variable Vergütungssystem mit langfristiger Anreizwirkung in seiner alten Form beendet. Der Aufsichtsrat hat deshalb in seiner Sitzung am 20. November 2009 einen neuen erfolgsabhängigen Vergütungsbestandteil, den LTI, beschlossen.

Die Höhe dieses variablen Vergütungsbestandteils ist abhängig vom Erreichen der Ziele der Strategie 2018. Die Zielfelder umfassen im Einzelnen:

  • Top-Kundenzufriedenheit, gemessen am Kundenzufriedenheitsindex,
  • Top-Arbeitgeber, gemessen am Mitarbeiterindex,
  • Absatzsteigerung, gemessen am Wachstumsindex und
  • Steigerung der Rendite, gemessen am Renditeindex.

Der Kundenzufriedenheitsindex errechnet sich anhand von Indikatoren, die die Gesamtzufriedenheit unserer Kunden mit den ausliefernden Händlern, den Neufahrzeugen und den Servicebetrieben auf Basis des letzten Werkstattbesuchs abbilden.

Der Mitarbeiterindex wird aus den Indikatoren „Beschäftigung“ und „Produktivität“ sowie der Beteiligungsquote und dem Ergebnis von Mitarbeiterbefragungen („Stimmungsbarometer“) ermittelt.

Der Wachstumsindex errechnet sich aus den Indikatoren „Auslieferung an Kunden“ und „Marktanteil“.

Die ermittelten Indizes zur Kundenzufriedenheit, zum Bereich Mitarbeiter und zur Absatzsituation werden addiert und das Ergebnis anschließend mit dem Renditeindex, der sich aus der Entwicklung der Umsatzrendite ergibt, multipliziert. So ist sichergestellt, dass der LTI nur dann ausgezahlt wird, wenn der Konzern finanziell erfolgreich ist. Denn wird bei der Umsatzrendite der Schwellenwert von 1,5 % nicht überschritten, beträgt der Renditeindex null. Folglich liegt dann auch der Gesamtindex für das betreffende Geschäftsjahr bei null.

Auf Basis des Vier-Jahres-Durchschnitts der Gesamtindizes legt der Aufsichtsrat die Höhe des LTI-Betrags in jedem Geschäftsjahr neu fest. Der LTI wird dem Vorstand unter Anwendung eines Einführungsszenarios erstmals im Jahr 2011 für das Geschäftsjahr 2010 und die sich abzeichnende Entwicklung des Jahres 2011 berechnet und ausgezahlt. Im Jahr 2012 wird die Entwicklung der Geschäftsjahre 2010 und 2011 sowie im Jahr 2013 die Entwicklung der Geschäftsjahre 2010 bis 2012 bei der Berechnung berücksichtigt. Ab 2014 werden dann die jeweils letzten vier Jahre der Betrachtung zugrunde gelegt.

Bei außerordentlichen Geschäftsentwicklungen kann der Aufsichtsrat eine Begrenzung der variablen Vergütungsbestandteile vornehmen (Cap).

Seit Abgabe der Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex am 20. November 2009 wird bei Abschluss von Vorstandsverträgen ein Abfindungs-Cap nach Maßgabe der Regelung des Deutschen Corporate Governance Kodex vereinbart.

LEISTUNGEN NACH BEENDIGUNG DER TÄTIGKEIT

Im Falle der Beendigung ihrer Tätigkeit sind den Mitgliedern des Vorstands ein Ruhegehalt beziehungsweise eine Hinterbliebenenversorgung und für die Dauer des Bezugs des Ruhegehalts die Nutzung von Dienstwagen zugesagt.

Für Vorstandsverträge, die vor dem 5. August 2009 abgeschlossen wurden, gilt: Die nach Ausscheiden aus dem Unternehmen zu gewährende Altersversorgung ist bei einem Austritt auf Veranlassung des Unternehmens sofort und ansonsten mit Vollendung des 63. Lebensjahres zu zahlen. Werden bis zum 63. Lebensjahr auch von anderer Stelle Vergütungen bezogen, sind diese auf den Versorgungsanspruch bis zu einem bestimmten Festbetrag anzurechnen.

Für Vorstandsverträge, die nach dem 5. August 2009 abgeschlossen wurden, und für zukünftig abzuschließende Verträge gilt: Die nach dem Ausscheiden aus dem Unternehmen zu gewährende Altersversorgung wird mit Vollendung des 63. Lebensjahres gezahlt.

Das Ruhegehalt ergibt sich aus einem Prozentsatz des fixen Grundgehalts, das den wesentlichen Teil der in der Tabelle oben angegebenen individuellen fixen Vorstandsvergütungen ausmacht. Der individuelle Prozentsatz steigt, ausgehend von einem Prozentsatz von 50 %, mit jedem Jahr der Unternehmenszugehörigkeit um zwei Prozentpunkte an. Die vom Präsidium des Aufsichtsrats festgelegte Höchstgrenze liegt bei 70 %. Zum Jahresende 2009 haben die Herren Winterkorn und Garcia Sanz einen Ruhegehaltsanspruch von 70 %, Herr Heizmann von 66 % und die Herren Neumann und Pötsch von 64 % ihres fixen Grundgehalts erreicht.

Im Krankheitsfall besteht Anspruch auf eine sechsmonatige Fortzahlung der normalen Bezüge, bei Dienstunfähigkeit auf das Ruhegehalt. Hinterbliebene erhalten 66 2/3 % Witwenrente beziehungsweise 20 % Waisengeld bezogen auf das Ruhegehalt des ehemaligen Vorstands.

Am 31. Dezember 2009 betrugen die Pensionsverpflichtungen nach IAS 19 für Mitglieder des Vorstands 43.805.628 (32.732.521) €. Die Dynamisierung der laufenden Renten erfolgt analog zur Dynamisierung des höchsten Tarifgehalts, sofern die Anwendung des § 16 des Gesetzes zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung (BetrAVG) nicht zu einer stärkeren Anhebung führt.

Ausgeschiedene Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen haben 8.252.535 (8.269.973) € erhalten. Für diesen Personenkreis bestanden Verpflichtungen für Pensionen in Höhe von 106.679.193 (102.789.267) €.

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