Geschäftsverlauf


Marktanteile weiter ausgebaut

Das Wachstum der Wirtschaft und die Nachfrage nach Pkw und Nutzfahrzeugen wurden im Geschäftsjahr 2009 weltweit stark durch die Finanz- und Wirtschaftskrise beeinträchtigt. In diesem schwierigen Umfeld hat sich der Volkswagen Konzern gut behauptet und seine Auslieferungen gegenüber dem Vorjahresniveau leicht gesteigert.

INTEGRIERTER AUTOMOBILKONZERN MIT PORSCHE

Am 7. Dezember 2009 hat sich Volkswagen zunächst mit 49,9 % über die Porsche Zwischenholding GmbH, Stuttgart, an der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Stuttgart, beteiligt. Die übrigen Anteile werden ebenfalls über die Porsche Zwischenholding GmbH von der Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart, gehalten. Im Jahr 2011 sollen die Volkswagen AG und die Porsche Automobil Holding SE verschmolzen werden; dies würde der vorherigen Zustimmung der Hauptversammlungen beider Unternehmen bedürfen. Sollte die Verschmelzung nicht zustande kommen, bewirken vereinbarte Put-/Call-Rechte, dass Volkswagen die verbleibenden 50,1 % an der Porsche AG ebenfalls erwerben kann beziehungsweise muss.

Ferner hat die Volkswagen AG am 24. November 2009 mit der Porsche Holding Salzburg (Porsche Holding GmbH und Porsche Ges.m.b.H., beide mit Sitz in Salzburg) sowie deren wesentlichen Familiengesellschaftern Verträge geschlossen, die der Porsche Holding Salzburg das Recht einräumen, das operative Vertriebsgeschäft bis zum 31. Dezember 2013 (frühestens zum 1. Januar 2011) an Volkswagen zu verkaufen. Der Volkswagen AG wird in der Übergangsphase bis dahin das Recht eingeräumt, jeweils zwei Mandate im Gesellschafterausschuss und im Aufsichtsrat der Porsche Ges.m.b.H., Salzburg, und der Porsche Holding GmbH, Salzburg, zu besetzen. Die Ausübung der Rechte erfolgt nur soweit die erforderlichen Genehmigungen der zuständigen Behörden vorliegen. Der Erlös aus dem Verkauf soll zusammen mit einer Kapitalerhöhung bei der Porsche Automobil Holding SE zu deren Entschuldung beitragen und die Basis für die Verschmelzung mit Volkswagen schaffen.

WELTWIRTSCHAFT ERHOLT SICH VON INTERNATIONALER FINANZ- UND WIRTSCHAFTSKRISE

Nach dem starken Einbruch der Weltwirtschaft zu Beginn des Jahres 2009 stellte sich in den Folgemonaten in vielen Ländern eine Erholung ein, die durch die weiterhin vorherrschende expansive Geld- und Fiskalpolitik begünstigt wurde. Obwohl die Rohstoff- und Ölpreise infolge der verbesserten Konjunkturaussichten wieder deutlich stiegen, blieben die Inflationsraten in den meisten Ländern relativ niedrig. Im Jahresdurchschnitt schrumpfte die Weltwirtschaft um 2,0 %, nachdem sie im Vorjahr noch um 1,9 % gewachsen war.

WIRTSCHAFTSWACHSTUM
BIP-Veränderung in Prozent
Wirtschaftswachstum (Liniendiagramm)

Nordamerika

Das Wachstum der US-Wirtschaft schwächte sich im Berichtsjahr auf –2,4 (+0,4) % ab. Dank einer sehr expansiven Geld- und Fiskalpolitik konnte die Rezession in der zweiten Jahreshälfte jedoch überwunden werden. Der US-Dollar verlor gegenüber dem Euro nach seinem Höchststand im März bis zum Jahresende wieder deutlich an Wert. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Kanadas sank um 2,6 (+0,4) %; die mexikanische Wirtschaftsleistung verringerte sich um 7,0 (+1,4) %.

Südamerika

Während sich die brasilianische Wirtschaft bereits ab dem Frühjahr 2009 deutlich belebte, verschlechterte sich die konjunkturelle Lage in Argentinien im Jahresverlauf. Im Jahresdurchschnitt lag das BIP beider Länder in etwa auf dem Vorjahresniveau.

Asien-Pazifik

Die größte Wachstumsdynamik verzeichneten die asiatischen Schwellenländer. Die Wachstumsrate in China war mit 8,7 (9,0) % nur wenig niedriger als im Vorjahr. Japan verzeichnete nach dem negativen Wachstum 2008 einen weiteren Rückgang des BIP um 5,2 (–1,2) %. Indiens Wirtschaft wuchs mit 6,5 (7,3) % auch im Berichtsjahr kräftig.

DEVISENKURSENTWICKLUNG VON DEZEMBER 2008 BIS DEZEMBER 2009
Index auf Basis der Monatsendkurse, Stand 31.12.2008 = 100
Devisenkursentwicklung von Dezember 2008 bis Dezember 2009 (Liniendiagramm)

Europa/Übrige Märkte

In Westeuropa kam es zu einem starken Rückgang der Wirtschaftsleistung um 3,9 (+0,5) %; die Arbeitslosenquote im Euroraum stieg von 8,2 % zu Beginn auf 10,0 % zum Ende des Jahres. Im November erreichte der Euro neue Jahreshöchstkurse gegenüber dem US-Dollar. In Mittel- und Osteuropa lag die Zuwachsrate des BIP im Durchschnitt bei –5,4 (+4,1) %.

Südafrika wies mit –1,9 (+3,7) % das erste Mal seit 17 Jahren ein negatives Wachstum auf.

Deutschland

Obwohl die Rezession in Deutschland bereits im zweiten Quartal 2009 überwunden werden konnte, lag das BIP im Jahresdurchschnitt um 5,0 (+1,3) % unter dem Vorjahresniveau. Die wesentlichen Konjunkturimpulse gingen im zweiten Halbjahr von den Exporten und dem Lageraufbau aus. Der private Konsum blieb aufgrund der staatlichen Stützungsmaßnahmen relativ stabil, obwohl die Zahl der Arbeitslosen anstieg.

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