Investitions- und Finanzplanung 2010 bis 2012


INVESTITIONS- UND FINANZPLANUNG 2010 BIS 2012 IM KONZERNBEREICH AUTOMOBILE
in Mrd. €
Investitions- und Finanzplanung 2010 bis 2012 im Konzernbereich Automobile (Balkendiagramm)

Im Konzernbereich Automobile werden sich die Investitionen in den Jahren 2010 bis 2012 auf 26,6 Mrd. € belaufen. Neben den Sachinvestitionen umfasst diese Summe mit 5,9 Mrd. € auch die Zugänge aktivierter Entwicklungskosten sowie die Investitionen in Finanzanlagen, die Veränderung des Vermietvermögens und die Erlöse aus Sachanlagenabgängen in Höhe von insgesamt 0,8 Mrd. €. Auf Sachinvestitionen entfallen 19,9 Mrd. €. Etwa die Hälfte davon wird allein in Deutschland investiert. Damit wird sich die Investitionsquote in den Jahren 2010 bis 2012 infolge der Vorleistungen für neue Produkte, Aggregate und Standorte auf einem wettbewerbsfähigen Niveau von durchschnittlich rund 6 % bewegen.

Mit 13,3 Mrd. € wendet der Konzern den wesentlichen Teil der Sachinvestitionen des Automobilbereichs für die Modernisierung und Erweiterung der Produktpalette auf. Schwerpunkte sind neue Fahrzeuge, Nachfolgemodelle und Modellvarianten in nahezu allen Fahrzeugklassen auf Basis der markenübergreifenden modularen Baukastentechnologie. Damit setzt der Volkswagen Konzern seine Modelloffensive konsequent fort, um neue Märkte und Segmente zu erschließen. Im Bereich Aggregate werden neue Motorengenerationen mit weiteren Verbesserungen bei Leistung, Verbrauch und Emissionswerten eingeführt. Bei den Automatikgetrieben werden die Kapazitäten an die steigende Nachfrage angepasst.

Darüber hinaus investiert das Unternehmen in den kommenden drei Jahren produktübergreifend 6,6 Mrd. €. Die neuen Produkte erfordern auch aufgrund der Qualitäts- und Kostenziele Anpassungen in den Presswerken, Lackierereien und Montagen. Außerhalb der Fertigung sind im Wesentlichen Investitionen in den Bereichen Entwicklung, Qualitätssicherung, Originalteileversorgung und Informationstechnologie vorgesehen. Der Bau der neuen Fabrik in Nordamerika befindet sich in der Umsetzung; die Produktion wird im Jahr 2011 anlaufen. Die neuen Fertigungsstätten in Russland und Indien sind bereits in der Anlaufphase. Dadurch werden diese Wachstumsmärkte mit Fahrzeugen aus lokaler Produktion versorgt.

Wir verfolgen das Ziel, die Investitionen im Automobilbereich aus den selbst erwirtschafteten Mitteln zu finanzieren. Für den Prognosezeitraum erwarten wir einen Cash-flow aus dem laufenden Geschäft in Höhe von 29,6 Mrd. €. Damit werden die erwirtschafteten Mittel den Investitionsbedarf des Konzernbereichs Automobile um 3,0 Mrd. € übertreffen und so die Liquiditätssituation kontinuierlich verbessern.

Porsche ist mit einer 49,9-prozentigen Beteiligung als at-Equity-bewertetes Unternehmen in die Planung eingegangen. Suzuki ist in der Planung noch nicht berücksichtigt.

Nicht im Konsolidierungskreis und damit ebenso nicht in den oben genannten Zahlen enthalten sind die Gemeinschaftsunternehmen in China. Diese Gesellschaften werden in den Jahren 2010 bis 2012 insgesamt 4,4 Mrd. € investieren. Diese Investitionen werden aus eigenen Mitteln der Joint-Venture-Gesellschaften finanziert.

Im Konzernbereich Finanzdienstleistungen sind für den Zeitraum 2010 bis 2012 Investitionen in Höhe von insgesamt 17,1 Mrd. € geplant. Davon entfallen auf das Vermietvermögen (saldiert mit Abgängen) 8,1 Mrd. € und auf den Anstieg der Forderungen aus Leasing-, Kunden- und Händlerfinanzierung 8,6 Mrd. €*. Die Investitionen können – wie in der Branche üblich – nicht vollständig aus dem geplanten Cash-flow der laufenden Geschäftstätigkeit von 8,9 Mrd. € gedeckt werden. Den zusätzlichen Mittelbedarf in Höhe von 8,2 Mrd. € finanzieren wir vor allem durch im Geld- und Kapitalmarkt etablierte Daueremissionsprogramme und durch Kundeneinlagen aus dem Direktbankgeschäft.

*Abweichend hiervon werden erstmals mit dem Jahresabschluss 2009 die Veränderungen des Vermietvermögens und der Forderungen aus Finanzdienstleistungen gemäß den überarbeiteten IAS 7.14 und IAS 7.15 im Cash-flow der laufenden Geschäftstätigkeit ausgewiesen.

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