Synergien und Allianzen


Synergien steigern die Effizienz

Die Entwicklung einer Vielzahl neuer Fahrzeugmodelle für bereits bestehende beziehungsweise noch zu erschließende Märkte erfordert eine hohe Effizienz bei der Konzeption. Aus diesem Grund greifen die einzelnen Marken des Volkswagen Konzerns auf sogenannte Modulbaukästen zurück. Hierdurch wird sichergestellt, dass die Synergieeffekte zwischen Modellen einer Baureihe, aber auch baureihenübergreifend, optimal genutzt und gesteigert werden können.

Nach dem Modularen Längsbaukasten (MLB), auf dessen Grundlage die Marke Audi bereits Fahrzeuge entwickelt hat, ist der Modulare Querbaukasten (MQB) der nächste Quantensprung in der Weiterentwicklung der markenübergreifenden Plattform- und Modulstrategie. Er lässt sich auf Fahrzeuge anwenden, deren Architektur die Anordnung des Motors in Querrichtung vorsieht. Mit dem MQB erfüllen wir den Anspruch an steigende Vielfalt bei Fahrzeugmodellen, Ausstattung und Design und reduzieren gleichzeitig die Komplexität, die anfallenden Kosten und den Entwicklungsaufwand. In den kommenden Jahren wird eine Vielzahl von Modellen der Marken Volkswagen Pkw, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Audi, SEAT und Škoda auf dem MQB aufbauen. Alle diese Modelle werden dabei auch mit Innovationen im Bereich Infotainment und Fahrerassistenz aufwarten.

Der Modulgedanke wird auch konsequent auf weitere Gebiete des Automobils übertragen. Auf diese Weise werden für jede Komponente in den Bereichen Aggregate, Karosserie/Ausstattung, Elektronik und Fahrwerk strukturierte Modulfamilien entwickelt, die einen wesentlichen Beitrag zur Steigerung der Effizienz leisten. Beispielsweise ermöglichen es Module im Infotainmentbereich, neue Radio-, Navigations- oder Entertainmentfunktionen kostengünstig über alle Marken hinweg in die Fahrzeuge zu integrieren und dadurch die Grundlage für die Demokratisierung dieser Systeme in kleine Fahrzeugklassen zu schaffen. Die Umsetzung erfolgt mit der Entwicklung des Modularen Infotainment Baukastens (MIB).

Der Ausbau der Modellpalette und die Optimierung des Produktentstehungsprozesses erfordern auch im Produktdaten-Management neue Wege und ein hohes Maß an Effizienz. Deshalb entwickelt Volkswagen die zentrale Engineering-Plattform „CONNECT“, die zukünftig das Herzstück des Datenmanagements in der Fahrzeugentwicklung sein und die steigende Komplexität in diesem Bereich beherrschbar machen wird. Der unmittelbare Mehrwert des neuen Produktdaten-Managements liegt in der Vernetzung aller Marken des Konzerns, von der Entwicklung über die Produktion bis hin zum Vertrieb. Darüber hinaus können Entwicklungspartner und Lieferanten systemtechnisch eingebunden werden, sodass die aufwendige Aufbereitung von Daten entfällt.

Strategische Allianzen fortgeführt

Auf dem Gebiet der Entwicklung und Produktion von Fahrzeugen haben wir 2009 die Kooperationen mit der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, der Daimler AG und der Chrysler Group fortgesetzt. Scania ist im Geschäftsjahr 2009 eine strategische Partnerschaft mit dem chinesischen Busaufbauhersteller Higer eingegangen. Beide Unternehmen fertigen künftig mit dem Scania Touring in China einen Bus für den weltweiten Markt.

Im Bereich der erneuerbaren Biokraftstoffe der zweiten Generation bestehen weiterhin Kooperationen mit CHOREN Industries und der Firma IOGEN. An CHOREN Industries ist Volkswagen seit dem Jahr 2007 finanziell beteiligt.

Um die Entwicklung von Batteriesystemen für Hybridantriebe und Elektrofahrzeuge voranzutreiben, haben wir 2009 unsere Zusammenarbeit mit mehreren kompetenten Batterieherstellern sowie dem Institut für Physikalische Chemie der Universität Münster intensiviert.

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