Produktion


FAHRZEUGPRODUKTIONSSTANDORTE DES VOLKSWAGEN KONZERNS
Anteil an der Gesamtproduktion 2009 in Prozent
Fahrzeugproduktionsstandorte des Volkswagen Konzerns (Karte)

Das Jahr 2009 war geprägt von einer Vielzahl von Fahrzeugneuanläufen und intensiven Aktivitäten an unseren neuen Produktionsstandorten. Der Volkswagen Konzern verfügt heute über einen Leistungsverbund aus 60 Standorten, an 40 von ihnen werden Fahrzeuge produziert. Da im ersten Quartal 2009 das brasilianische Nutzfahrzeuggeschäft an die MAN Gruppe verkauft wurde, ist der brasilianische Standort Resende aus diesem Verbund ausgeschieden. Durch die Inbetriebnahme des Werkes in Pune, Indien, verfügen wir seit dem 31. März 2009 auf dem wichtigen indischen Markt über eine zweite Fertigungsstätte neben Aurangabad. Die Aktivitäten der Auto5000 GmbH sind im Geschäftsjahr 2009 in die Volkswagen AG integriert worden. Die Bauaktivitäten in Chattanooga, USA, verlaufen plangemäß. Ab dem Jahr 2011 wird das neue Werk den Produktionsverbund ergänzen und einen Beitrag zum Wachstum des Konzerns in Nordamerika leisten. Mit dem Erwerb der Fertigungsstätten in Nanjing und Chengdu durch unsere chinesischen Joint Ventures reagiert der Volkswagen Konzern auf die anhaltend hohe Nachfrage auf dem Pkw-Markt in China. Die Marken Volkswagen Pkw und Audi werden die Fertigungskapazitäten deutlich erhöhen, um ihre führende Rolle im chinesischen Markt zu festigen und auszubauen.

Neuanläufe im Jahr 2009

Im Geschäftsjahr 2009 haben zahlreiche Neuanläufe in der Produktion stattgefunden, die einen wichtigen Beitrag zum Erfolg des Konzerns geleistet haben. Bei der Marke Volkswagen Pkw war der Start der fünften Generation des Polo ein wichtiges Ereignis im Geschäftsjahr 2009. Außerdem wurde die Modellreihe des neuen Golf um die Derivate Golf Plus und Golf Variant bereichert. Audi erweiterte seine Produktpalette Anfang 2009 um den Audi A4 allroad quattro und das Audi A5 Cabriolet, gefolgt vom Audi A5 Sportback. Darüber hinaus lief die Produktion des Audi R8 Spyder und des neuen Audi A8 an. Beide Fahrzeuge werden mit Spannung im Markt erwartet. Für die Marke Škoda waren die Anläufe des Geländewagens Yeti und des Superb Combi wesentlich. SEAT brachte 2009 den Exeo ST auf den Weg. Volkswagen Nutzfahrzeuge hat mit dem Amarok aus argentinischer Produktion und dem erneuerten Multivan/Transporter zwei junge, attraktive Modelle im Portfolio. Im Luxussegment setzte der Bugatti Veyron Grand Sport* neue Maßstäbe. Mit dem Anlauf des Passat Lingyu wurde den speziellen Kundenbedürfnissen im chinesischen Markt Rechnung getragen. Darüber hinaus wurden mit dem neuen Golf, dem Tiguan, dem Škoda Superb sowie dem Audi Q5 weitere Konzernmodelle in die lokale chinesische Fertigung übernommen.

Exzellenzzentrum Automobilproduktion

Im Jahr 2008 unterzeichneten Volkswagen und das Fraunhofer Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik Chemnitz den Kooperationsvertrag zur Gründung des Exzellenzzentrums Automobiltechnik. Die Zusammenarbeit zur nachhaltigen, ressourceneffizienten Produktion ist eine langfristig angelegte strategische Partnerschaft mit dem Ziel, eine Vielzahl innovativer Forschungsthemen umzusetzen. Volkswagen beteiligt sich mit bis zu 2 Mio. € in Form von Personal- und Sachmitteln. Inzwischen sind insgesamt sieben Forschungsprojekte aus den Bereichen Werkzeugbau, Karosseriebau und Technologieentwicklung in Bearbeitung. Das Exzellenzzentrum wird nach und nach alle wesentlichen Fertigungseinheiten einer Karosserieproduktion abbilden. Dies bietet unseren Experten die Möglichkeit, neue Herstellungsverfahren bis hin zur Serienreife in Produktionsstraßen zu testen und Schritt für Schritt vor dem Einsatz in der Fabrik zu verbessern. Ein wesentlicher Bestandteil des Kooperationsvertrags ist die Aus- und Weiterbildung qualifizierter Nachwuchswissenschaftler. Zusätzlich erhalten Mitarbeiter von Volkswagen die Gelegenheit, in den Versuchsfeldern der gemeinsamen Forschungsfabrik neue Produktionsverfahren zu erproben und sich selbst entsprechend zu qualifizieren.

Produktionsjubiläen des Jahres 2009

Im Januar 2009 lief im Werk Wolfsburg der einmillionste Touran vom Band. Im Mai 2009 überschritt die Marke Audi das Volumen von 19 Millionen weltweit produzierten Fahrzeugen. Zur Jahresmitte gab es bei Volkswagen Nutzfahrzeuge mit dem einmillionsten Multivan/Transporter der fünften Generation sowie dem zehnmillionsten Fahrzeug der Modellreihe Multivan/Transporter insgesamt gleich doppelten Grund zum Feiern. Im Juli konnte bei SEAT das neunmillionste Getriebe aus spanischer Fertigung gefeiert werden. Der russische Standort in Kaluga montierte im August das hunderttausendste teilzerlegte Fahrzeug. Unser chinesisches Gemeinschaftsunternehmen FAW Volkswagen fertigte im gleichen Monat im Werk in Changchun das dreimillionste Automobil. Bei Shanghai Volkswagen rollte im vierten Quartal das fünfmillionste Fahrzeug vom Band.

Effiziente Produktionssteuerung bei instabilen Marktverhältnissen

Das Jahr 2009 war geprägt von den Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise sowie den internationalen Stützungsmaßnahmen zur Stabilisierung der Absatzmärkte. Insbesondere die europäischen Standorte wurden durch die Volatilität der Kundennachfrage vor große Herausforderungen im Hinblick auf die Beschäftigung und Versorgungssicherheit gestellt. In Abhängigkeit von der jeweiligen Entwicklung der Markt- und Produktnachfrage waren die Fertigungsstandorte im Konzern unterschiedlich stark davon betroffen.

Während die Produktionsstandorte für die Modelle Polo, Golf und Golf Plus sowie Škoda Fabia und SEAT Ibiza durch die anhaltend hohe Nachfrage im unteren Fahrzeugsegment an der Kapazitätsgrenze arbeiteten, hatten die Werke für das Premium- und Luxussegment mitunter deutliche Programmreduzierungen zu verkraften. Angesichts dieser Beschäftigungseffekte waren im Jahr 2009 in enger Abstimmung mit der Arbeitnehmervertretung sowohl Sonderschichten als auch Kurzarbeitstage erforderlich. Scania vereinbarte im Juni 2009 für rund 12.000 Beschäftigte in Schweden die Vier-Tage-Woche und reagierte damit auf die schwache Nachfrage im Nutzfahrzeugsektor. Die Vereinbarung galt für das zweite Halbjahr 2009 und beinhaltete einen Lohnverzicht von 10 %.

Da wir die Produktion konsequent an die jeweilige Marktentwicklung anpassen und über ein Höchstmaß an Flexibilität verfügen, ist es uns in den zurückliegenden Monaten gelungen, die Kunden trotz des schwierigen Umfelds mit unserer jungen, attraktiven Produktpalette zu begeistern und gleichzeitig die Lagerbestände drastisch zu reduzieren.

In enger Zusammenarbeit mit den Bereichen Vertrieb und Beschaffung werden wir die Fahrweise unserer Produktionsstandorte weiter stabilisieren, um so das ideale Lagerniveau zu erreichen.

Unsere hervorragende Produktpalette sowie der Konzernlieferverbund werden die Folgen auslaufender staatlicher Förderprogramme für den Volkswagen Konzern abfedern. Ein intelligent eingeplanter Kundenauftragsbestand und unsere umfangreichen Instrumente zur Flexibilisierung werden auch im Jahr 2010 der Schlüssel zu einer nachfrageorientierten und damit kosten- und liquiditätsoptimalen Produktion sein.

*Verbrauchs- und Emissionsangaben finden Sie hier.

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