Umweltschonende Verfahren in der Produktion


Vor dem Hintergrund der Klimadebatte und knapper werdender Rohstoffe setzt Volkswagen nicht nur auf kraftstoffsparende Produkte, sondern auch auf eine umweltfreundliche Produktion. Im Geschäftsjahr 2009 konnten wesentliche Umweltkennzahlen der Produktion verbessert werden. Einen Überblick geben die Grafiken auf der folgenden Seite. Die Umweltdaten der fertigenden Konzernstandorte werden gemäß einer internen Norm und eines Prozessstandards ermittelt, geprüft und freigegeben. Durch die jährlichen Fortschreibungen der Umweltdaten lassen sich so die Entwicklungstendenzen der Umweltbelastungen durch den Konzern erkennen. Die Datenerfassung schließt 58 Fertigungsstandorte ein.

FRISCHWASSERBEZUG UND ABWASSER DES VOLKSWAGEN KONZERNS*
in Mio. Kubikmeter pro Jahr
Frischwasserbezug und Abwasser des Volkswagen Konzerns (Balkendiagramm)
DIREKTE CO2-EMISSION DES VOLKSWAGEN KONZERNS*
in Mio. Tonnen pro Jahr
Direkte CO2-Emission des Volkswagen Konzerns (Balkendiagramm)
ENERGIEVERBRAUCH DES VOLKSWAGEN KONZERNS*
in Mio. Megawattstunden pro Jahr
Energieverbrauch des Volkswagen Konzerns (Balkendiagramm)

Im Bereich der Lackierereitechnik gibt es Neuentwicklungen, die die Umwelt schonen und zur Kostenreduktion beitragen. Bei den neuen Prozessen werden Lacknebel, die sich trotz modernster elektrostatischer Auftragsverfahren nicht vermeiden lassen, nunmehr trocken oder unter geringem Einsatz von Trennmitteln abgeschieden und nicht mehr, wie bisher üblich, mit viel Umlaufwasser unter Einsatz von Entklebungsmitteln. Die wasserfreien beziehungsweise -armen Verfahren erlauben eine intensivere und effizientere Umluftführung mit bereits konditionierter Zuluft, wodurch eine erhebliche Energieeinsparung erzielt werden kann. Zudem wird die Ressource Wasser durch den Wegfall des Umlaufwassers geschont. Auch auf teure Präventionsmaßnahmen zum Grundwasser- und Bodenschutz kann weitgehend verzichtet werden, da die neuen Verfahren trocken arbeiten oder mit nur sehr geringen Flüssigkeitsmengen auskommen. So können bei einer Lackiererei mit einer Kapazität von 150.000 Karosserien pro Jahr rund 8.000 t CO2 eingespart werden. Volkswagen wird das verbesserte Verfahren in den neuen Werken in Chattanooga, USA, und Chengdu, China, einsetzen und damit der erste Automobilhersteller der Welt sein, der es in der Serienlackierung anwendet. Sämtliche weiteren in der Planung befindlichen Lackieranlagen des Unternehmens werden nach diesem neuen Standard realisiert.

Im Motorenwerk Chemnitz haben wir den Einsatz von Kühl- und Kaltwasser effizienter gestaltet, um die Energiekosten und den Ausstoß von CO2 zu vermindern. Dabei wird die natürliche Ressource Wasser zweifach genutzt: Im ersten Schritt werden die Produktionshallen gekühlt, bevor das Wasser seiner eigentlichen Bestimmung im technischen Prozess, zum Beispiel in den Kühltürmen, zugeführt wird. Die Doppelnutzung reduziert Investitionen und spart Betriebskosten.

*Folgende Fertigungsstandorte beziehungsweise Gesellschaften konnten nicht berücksichtigt werden: Sitech Sitztechnik GmbH mit den Werken Wolfsburg und Polkowice, FAW-Volkswagen Automotive Company Ltd. mit dem Werk Chengdu sowie die Volkswagen Kraftwerk GmbH. Aufgrund externer Einflussfaktoren war es für fünf Standorte nicht möglich, bis zum Redaktionsschluss dieses Berichts alle Indikatoren mit Stand 31.12.2009 zu ermitteln. In diesen Fällen wurden Kumulativwerte November 2009 um eine qualifizierte Schätzung der Dezemberwerte 2009 ergänzt.

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