Die nächste Generation


Entsprechend vielfältig und ehrgeizig sind die Karrierepläne der Studenten. Da sind zum Beispiel Andrea Bedlivá und Jan Bezdìka, beide 22 Jahre alt und im Bachelor-Studiengang. In der schicken Hochschulcaféteria sitzen sie bei einer Tasse Kaffee zusammen und blicken in die Zukunft: Andrea, deren halbe Familie bei Škoda beschäftigt ist, hat sich als Ziel gesetzt, später dort in der Presseabteilung zu arbeiten. Jan, der fließend Deutsch spricht, würde am liebsten Testfahrer werden. „Die beruflichen Perspektiven bei Škoda und im ganzen Volkswagen Konzern sind für mich eine riesige Motivation“, sagt Jan. Das gilt auch für Jana Lávic und Martin Soukup: An diesem Nachmittag besuchen sie eine Vorlesung in Werkstoffkunde in einem Prüflabor des Škoda Werks. Zwischen aufgesägten Zylinderköpfen und Motorblöcken fachsimpeln Jana und Martin, für die der Werksbesuch Alltag ist: Beide machen ihren Master im Abendstudium neben ihrer Arbeit bei Škoda und werden dabei von ihrem Arbeitgeber finanziell unterstützt. Die 32-jährige Jana begann ihre Karriere vor zwölf Jahren im Bereich Beschaffung. Heute ist sie Assistentin des Abteilungsleiters und überzeugt vom Uni-Konzept: „Das, was ich hier lerne, kann ich oft schon Tage später am Arbeitsplatz umsetzen. Zum Beispiel, wenn es darum geht, aus Geschäftsberichten potenzieller Lieferanten deren Bonität abzuleiten.“ Am anderen Ende der automobilen Wertschöpfungskette, im Vertrieb, arbeitet Martin, Bezirksleiter für den Mittleren Osten und Australien. „Durch das Studium hier lerne ich die Komplexität des internationalen Marketings noch besser verstehen. Das ist wichtig, um die Marke Škoda in neuen Märkten zu etablieren“, sagt Martin, der sich in seiner Abschlussarbeit mit den Bedürfnissen des „Automobilkonsumenten im 21. Jahrhundert“ beschäftigen will.

MASSGESCHNEIDERTE KARRIEREN

Vladimír Hamácek, Rektor Škoda Auto University (Foto)

Die Immatrikulationsfeier ist kaum beendet, da findet man David Hlušička schon wieder an einem Bildschirm in der Uni-Bibliothek. Rastlos arbeitet der 24-Jährige an seiner Zukunft: Während seines Masterstudiums mit Schwerpunkt Finanzmanagement hat David schon Praktika bei Škoda und bei Volkswagen in Wolfsburg gemacht. Aber auch beim tschechischen Volkswagen Importeur und zuletzt in China hat der Student mitgearbeitet und so sein Netzwerk im Konzern ausgebaut. Jetzt hat er an der Auto-Hochschule zusätzlich einen Kurs in Mandarin belegt. „Andere Unis verlässt man als Theoretiker mit Titel, ich will ein Praktiker mit Titel sein“, meint David. Schwer vorstellbar, dass einer wie er nicht zu jenen 70 Prozent der Masterabsolventen gehören wird, die bei Škoda oder im Volkswagen Konzern nahtlos ihre Berufskarriere starten.

„Nirgendwo gehen Theorie und Praxis so überzeugend Hand in Hand wie hier.“ Vladimír Hamácek, Rektor Škoda Auto University (Zitat)

WEITERE INFORMATIONEN
www.skoda-auto.com > Škoda Auto University

Fachwissen auf höchstem Niveau

Prof. Dr. Horst Neumann, Personalvorstand (Foto)

In Berufsausbildung und Weiterbildung ist der Volkswagen Konzern seit Jahrzehnten führend. Einrichtungen wie die Škoda Auto University oder die AutoUni in Wolfsburg, das Flaggschiff der weltweiten Weiterbildungsaktivitäten des Konzerns, stärken die fachliche Exzellenz der Mitarbeiter. Seit 2002 bietet die AutoUni gemeinsam mit den Fachbereichen der Volkswagen AG und kooperierenden Hochschulen konzernweit Qualifizierungsmaßnahmen an. Fächerübergreifende Bildungsprogramme, Wissenschaftlichkeit und internationale Ausrichtung sind ihre wesentlichen Merkmale. 2009 besuchten über 10.000 Teilnehmer Veranstaltungen der AutoUni.

DREI FRAGEN AN PERSONALVORSTAND PROF. DR. HORST NEUMANN ZUR NACHWUCHSSICHERUNG IM VOLKSWAGEN KONZERN

Welchen Beitrag zum Erfolg des Volkswagen Konzerns können Einrichtungen wie die AutoUni oder die Škoda Auto University leisten?
Ungeachtet der konzeptionellen Unterschiede zwischen diesen beiden Einrichtungen gilt: Kompetenz, Engagement und Fitness sind die wesentlichen Kennzeichen einer Spitzenmannschaft. Weiterbildung ist in diesem Zusammenhang wichtig, weil sie hilft, fachliche Exzellenz innerhalb der Berufsfamilien zu erhalten und stetig auszubauen. Institutionen wie die AutoUni oder die Škoda Auto University tragen dazu bei, neues Wissen in das Unternehmen zu holen und so sicherzustellen, dass wir bei Volkswagen auf höchstem Niveau Anschluss an die für uns bedeutsamen Innovationen und technischen Entwicklungen haben. Wir unterhalten konzernweit über 40 Hochschulkooperationen und sind mit dem Niedersächsischen Forschungszentrum Fahrzeugtechnik in der Spitzenforschung ganz vorne mit dabei. Für die fachliche Exzellenz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind diese Kooperationen sehr wichtig.

Sind die Weiterbildungseinrichtungen des Konzerns damit auch ein Teil des Strategieziels „attraktiver Arbeitgeber“?
Ja. Denn natürlich ist es für Mitarbeiter wichtig, sich kontinuierlich weiter qualifizieren zu können. Diese Aufgabe übernimmt die AudiAkademie genauso wie die Seat Formación oder die Coaching mit ihren Niederlassungen. Die AutoUni ist das Flaggschiff all dieser Aktivitäten, hier wird für die einzelnen Berufsfamilien Fachwissen auf höchstem Niveau vermittelt. Ihre Programme verbinden neueste praxisrelevante Erkenntnisse mit theoretischem Grundlagenwissen. Alle Angebote werden übrigens in enger Abstimmung mit den Fachbereichen entwickelt. Didaktisch folgt die AutoUni dem Blended Learning-Konzept, das Präsenz- und Distanzlernen kombiniert.

Aber eine richtige Hochschule soll die AutoUni nicht sein?
Nein, sie ist und bleibt eine Einrichtung für Konzernangehörige. Ihre vier Institute für Beschaffung, Finanzen und Controlling, Marketing und Vertrieb sowie Arbeit und Personalmanagement richten sich an die Berufsfamilien im Unternehmen. Die AutoUni soll auch keine Grundlagenforschung betreiben, sondern den Wissenschaft-Praxis-Transfer sicherstellen. Das unterscheidet sie von der Škoda Auto University, die auch in der Lehre mit staatlichen Universitäten kooperiert und akademische Abschlüsse vergibt.

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