Die Reifeprüfung


Stuck ist überzeugt: „Das gilt auch für routinierte Fahrer.“ Fahrer wie den 70-jährigen Sebastian Hollweck, der neben Fischer sitzt und schmunzelt. Zwischen den Jungs mit ihren Gelfrisuren wirkt der Rentner keineswegs deplatziert. Hollweck und Fischer stammen beide aus Pfaffenhofen in Oberbayern. Der Jüngere verkauft Fenster für die Firma des Vaters, der Senior ist Skilehrer – und langjähriger Golf-Fahrer. Schon der Ur-GTI stand Ende der siebzigerjahre in Hollwecks Garage. Seitdem hat er nur eine Modellgeneration verpasst – und miterlebt, wie jeder GTI sicherer wurde.

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Was damals unvorstellbar schien, ist heute Standard: Inzwischen sind auch Kleinwagen wie der Polo mit aktiven Sicherheitssystemen wie ABS und ESP ausgerüstet. Technologien zu entwickeln und einzusetzen, die Unfälle vermeiden, ist für Volkswagen selbstverständlich: „Wir wollen den Markt möglichst flächendeckend mit Assistenzsystemen durchdringen“, sagt Dr. Torsten Strutz, Chef der Volkswagen Fahrzeugsicherheit.

„Wir wollen den Markt möglichst flächendeckend mit Assistenzsystemen durchdringen.“ Dr. Torsten Strutz, Leiter Fahrzeugsicherheit Volkswagen (Zitat)

ESP SENKT UNFALLZAHLEN

Die Möglichkeiten „passiver“ Sicherheitssysteme unterliegen bereits extrem hohen Sicherheitsstandards. „Mit Airbags oder Gurten kann man nur noch kleine Verbesserungen erzielen“, ist ADAC-Sicherheitsexperte Hubert Paulus überzeugt. Eine Ausstattung aller vorhandenen Fahrzeuge mit ESP hingegen könne 40 Prozent der schweren Unfälle vermeiden: „Da hat Volkswagen eine Vorbildfunktion“, betont Paulus.

Deutliche Verbesserungen erwartet der Fachmann in Zukunft durch Systeme zur automatischen Abstandsregelung und Notbremsung. „ACC“ und „Front Assist“ heißen Technologien, die Volkswagen als erster Hersteller im Mittelklassesegment anbietet. Der Passat CC vereint schon heute fast alle verfügbaren Assistenzsysteme: Mit seinem elektronischen Auge erkennt er die Fahrspur und kann bei Fahrfehlern sanft gegenlenken. Und selbst nach hinten kann der Wagen mittels Rückfahrkamera schauen und sogar eigenständig einparken. Chef hinterm Steuer bleibt natürlich der Fahrer.

Volkswagen driving experience (Foto)
„Die Bremsen und die Fahrsysteme haben sich so stark verändert, dass viele gar nicht wissen, was ihr Auto alles kann.“ Hans-Joachim „Striezel“ Stuck, Motorsportberater Volkswagen (Zitat)

Das sieht GTI-Oldie Hollweck genauso: „Ich fahr’ gern sportlich – und das seit 50 Jahren unfallfrei.“ Er ist nach Mühldorf gekommen, um die Grenzen seines Golf zu testen. Umso überraschter ist er, als es zunächst ums richtige Sitzen geht: „Ein Autositz ist kein Sofasessel“, sagt Stuck. Die Lehne gerade, die Beine angewinkelt, und nie mit gestreckten Armen fahren. „Auch wenn‘s angeblich sportlich aussieht – wir lungern nicht cool hinter dem Steuer – wir wollen das Auto beherrschen!“ Hollweck und Fischer hören staunend zu. Schon ruft der Coach sie zur nächsten Übung: die Vollbremsung. Sein Tipp: „Voll in die Eisen, und die Zunge drin lassen!“

Noch funktioniert eine Vollbremsung trotz ACC und Front Assist nur mit dem Fuß. In Zukunft jedoch greift auch hier ein aktives Assistenzsystem. „Die vorhandene Sensorik wollen wir für neue Pre-Crash-Funktionen nutzen“, erläutert Volkswagen Sicherheitschef Strutz. Melden Laser und Radar, dass ein Unfall unvermeidbar ist, strafft das Auto die Gurte und schließt die Scheiben. Gleichzeitig löst es die explodierende Notbremse „PyroBrake“ aus. Sie wird ähnlich einem Airbag pyrotechnisch gezündet und reagiert innerhalb von 80 Millisekunden. „Bei einer Aufprallgeschwindigkeit von 50 km/h kann das ein Fünftel der Energie aus dem Unfall nehmen“, sagt der Leiter der Volkswagen Unfallforschung, Robert Zobel. Passive Sicherheitselemente wie Gurte, Bremsen oder Airbags verschmelzen so mit den aktiven Assistenzsystemen.

Volkswagen driving experience (Foto)
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