Luxus braucht Verantwortung


GEWICHTSERSPARNIS ALS TECHNOLOGIETREIBER

Nicht weniger ehrgeizig sind die Ziele von Lamborghini bei der Reduktion von CO2-Emissionen durch technische Innovationen an den Supersportwagen selbst: Hier haben sich die Ingenieure ein Minus von 35 Prozent bis zum Jahr 2015 ins Lastenheft geschrieben. Einer von ihnen ist Attilio Masini, Koordinator im Forschungsbereich mit Schwerpunkt Verbundwerkstoffe. Zum Gespräch in der Forschungswerkstatt bringt Masini einen großen Heckspoiler mit – und erzählt dann zunächst von Flugzeugen. Tags zuvor war er in Hamburg beim Flugzeugbauer Airbus, um sich mit den dortigen Experten über Kohlefasertechnologie auszutauschen. „Bei diesem Thema haben Hochleistungsflugzeuge und Hochleistungssportwagen interessante Schnittstellen“, erklärt Masini. Mit dem Hersteller Boeing unterhält Lamborghini eine besonders enge Beziehung – gemeinsam unterstützen sie ein Kohlefaser-Forschungslabor an der Universität von Washington in Seattle, USA.

Massimo Scarpenti, Lamborghini Umweltexperte (Foto)

Im Kern geht es dabei um die enormen Gewichtsvorteile von Bauteilen aus Kohlefaser. „Beim neuesten Modell des Murciélago, dem LP 670-4 SuperVeloce, sparen wir zum Beispiel durch die Verwendung von Kohlefaserteilen im Vergleich zum Vorgängermodell rund 100 Kilogramm Gewicht ein“, sagt Masini und bewegt den Spoiler in seiner rechten Hand demonstrativ auf und ab wie ein Gewichtheber eine lächerlich leichte Hantel: „Und das bedeutet weniger Spritverbrauch und geringere CO2-Emissionen.“

„Diese Anlage stellt den State of the Art der Umwelttechnik dar.“ Massimo Scarpenti, Umweltexperte Lamborghini (Zitat)

Dabei ist die Reduktion des Fahrzeuggewichts nur einer von vielen umweltrelevanten Aspekten. Parallel arbeiten die Entwickler etwa an der Verbesserung der Kraftstoffverbrennung, an Start-Stopp-Systemen, Hybridlösungen oder dem Einsatz von Biotreibstoffen. Bestes Beispiel für ihre Findigkeit ist der Lamborghini Gallardo LP 560-4, dessen CO2-Emissionen sie gegenüber dem Vorgängermodell um knapp 20 Prozent senken konnten.

LEISTUNG UND VERANTWORTUNG

35 Millionen € wird Lamborghini in den nächsten fünf Jahren für umweltrelevante Verbesserungen an den Sportwagen selbst und bei ihrer Herstellung investieren. „Und von diesem ehrgeizigen Programm rücken wir trotz der schwierigen Lage der Weltwirtschaft nicht einen Zentimeter ab“, versichert Stephan Winkelmann, Präsident und CEO von Lamborghini. „Unsere industrielle Vision verbindet Wettbewerbsfähigkeit und Leistung mit gesellschaftlicher Verantwortung. Dazu haben wir uns verpflichtet, und dazu stehen wir.“

Links: Die grüne Offensive – Im Climate Room wird der CO2-Ausstoß ermittelt. Bis zum Jahr 2015 will Lamborghini die CO2-Emissionen seiner Fahrzeugflotte um 35 Prozent reduzieren. Mitte: Technologie mit Zukunft – Attilio Masini, Lamborghini-Leichtbauexperte, setzt für die Entwicklung neuer Supersportwagen auf Kohlefaserverbund-Werkstoffe. Rechts: Objekt der Begierde – Vor der Auslieferung wird der Lack von Hand auf Hochglanz poliert. Wie hier beim einzigen aktuellen Lamborghini mit Heckantrieb, dem 550 PS (404 kW) starken Gallardo LP 550-2 Valentino Balboni. (Foto)

Links: DIE GRÜNE OFFENSIVE – Im Climate Room wird der CO2-Ausstoß ermittelt. Bis zum Jahr 2015 will Lamborghini die CO2-Emissionen seiner Fahrzeugflotte um 35 Prozent reduzieren.

 

Mitte: TECHNOLOGIE MIT ZUKUNFT – Attilio Masini, Lamborghini-Leichtbauexperte, setzt für die Entwicklung neuer Supersportwagen auf Kohlefaserverbund-Werkstoffe.

 

Rechts: OBJEKT DER BEGIERDE – Vor der Auslieferung wird der Lack von Hand auf Hochglanz poliert. Wie hier beim einzigen aktuellen Lamborghini mit Heckantrieb, dem 550 PS (404 kW) starken Gallardo LP 550-2 Valentino Balboni.

WEITERE INFORMATIONEN
www.lamborghini.com
Verbrauchs- und Emissionsangaben finden Sie hier.

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