Zündschlüssel zur Zukunft


„Die Aggregate bieten das größte Sparpotenzial“

Prof. Dr. Jürgen Leohold, Leiter Konzernforschung Volkswagen (Foto)

DREI FRAGEN AN PROF. DR. JÜRGEN LEOHOLD, LEITER KONZERNFORSCHUNG VOLKSWAGEN

Herr Professor Leohold, welche Prioritäten setzt die Volkswagen Konzernforschung bei der Suche nach klimafreundlichen Fahrzeugen?
Wir folgen einem dreistufigen Forschungsplan. Kurzfristig lässt sich der größte Hebel bei der Energieeffizienz des Fahrzeugs ansetzen. Hier bieten besonders die Antriebsaggregate viel Sparpotenzial. Zudem suchen wir nach Lösungen für verminderte Reibung, eine bessere Aerodynamik und eine leichtere Bauweise; dabei kommen uns u.a. die Erfahrungen von Audi und aus dem 1-Liter-Auto-Projekt zugute. Mittelfristig sehen wir in der Verwendung nachwachsender Rohstoffe einen guten Ansatz, um den CO2-Ausstoß zu mindern, vor allem bei den Biokraftstoffen der zweiten Generation, die aus Biomasse-Reststoffen aller Art hergestellt werden. Langfristig steht für uns der Umstieg auf alternative Energieträger auf der Agenda. Da reden wir über Elektrofahrzeuge, die Strom aus erneuerbaren Quellen in Batterien speichern. Eine Alternative für größere Fahrstrecken stellen Fahrzeuge, die den Strom mit Hilfe von Wasserstoffbrennzellen während der Fahrt erzeugen, dar. Mit einer Großserienfertigung ist aber nicht vor 2025 zu rechnen.

Wird das Auto der Zukunft ein Auto für die große Masse oder eher ein Nischenfahrzeug sein?
Es wird eher ein Fahrzeug für spezielle Segmente sein. Den Trend zur zielgruppenspezifischen Nutzung sehen wir seit vielen Jahren – und er wird anhalten. Insbesondere Elektrofahrzeuge wie der „E-UP!“ werden zunächst nur für Strecken bis maximal 200 Kilometer einsetzbar sein. Damit ist er prädestiniert für städtische Räume und Menschen, die mit ihrem Auto zum Einkaufen oder zur Arbeit fahren.

Geschwindigkeit und Luxus stehen beim Verkauf dieser Fahrzeuge nicht mehr im Vordergrund. Womit wollen Sie die Kunden in Zukunft begeistern?
Vor allem mit der technischen Ausrüstung der Autos. Beispielsweise mit einem Assistenzsystem, das das Auto selbstständig einparkt. Das ist ein Technologie-, aber auch ein Komfortfaktor, der viele Menschen begeistern wird.

Mit Hightech auf Umweltkurs –

WAS DEN POLO BLUEMOTION IM VERGLEICH ZUM GLEICHSTARKEN POLO 1.6 TDI ZUM CO2-CHAMPION MACHT

Mit Hightech auf Umweltkurs – Was den Polo BlueMotion im Vergleich zum gleichstarken Polo 1.6 TDI zum Co2-Champion macht (Grafik)

BLUEMOTION

Mit einem Durchschnittsverbrauch von nur 3,3 Litern auf 100 Kilometern avanciert der Polo BlueMotion zum neuen 3-Liter-Auto und zum sparsamsten Fünfsitzer der Welt. Der Verbrauch liegt um 22 Prozent niedriger als bei einem herkömmlichen Polo 1.6 TDI mit 75 PS (55 kW).

AERODYNAMIK

Um den Luftwiderstand zu verringern, wurde unter anderem der obere Kühlergrill nahezu geschlossen und die Unterbodenverkleidung neu entwickelt.

BREMSENERGIE-RÜCKGEWINNUNG

Die Energierückgewinnung hilft, die beim Bremsen frei werdende Energie zum Nachladen der Batterie zu nutzen und den Motor zu entlasten. Die sogenannte Rekuperation verringert den CO2-Ausstoß um circa vier Prozent.

LEICHTLAUFREIFEN

Auf die 15-Zoll-Leichtmetallräder werden Reifen mit einem optimierten Rollwiderstand aufgezogen. Sie bewirken einen um rund zwei Prozent reduzierten CO2-Ausstoß.

MOTOR

Der 75 PS (55 kW) starke 1,2 Liter TDI-Motor verbraucht knapp acht Prozent weniger Kraftstoff als ein konventioneller 1.6 TDI (75 PS/55 kW).

SCHALTANZEIGE

Die in die Cockpit-Instrumente integrierte Gangempfehlung zeigt die jeweils beste Getriebestufe an. Der Polo BlueMotion kann so stets im energieeffizientesten Gang gefahren werden.

START-STOPP-AUTOMATIK

Sobald der Polo BlueMotion – etwa vor einer roten Ampel – im Leerlauf zum Stillstand kommt, schaltet der Motor automatisch und kraftstoffsparend ab. Erst wenn der Fahrer die Kupplung wieder durchtritt, startet der Motor für die Weiterfahrt.

Kontrolle ist alles – Das Batterielabor im Keller des Technikums mit spezieller Kühlvorrichtung (links) und Messtechnik (rechts) für die Energiespeicher. (Foto)
KONTROLLE IST ALLES – Das Batterielabor im Keller des Technikums mit spezieller Kühlvorrichtung (links) und Messtechnik (rechts) für die Energiespeicher.
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